Zhuang Hong Yi - Flowerbeds

Zhuang Hong Yi – Flowerbeds

03.03. – 17.06.18
Eröffnung am Freitag, 2. März 2018, 19 Uhr

Ost und West, Tradition und Moderne, Disziplin und Freigeistigkeit: Der chinesische Künstler Zhuang Hong Yi (*1962 Sichuan / China, lebt in Rotterdam und Peking) vereint diese scheinbaren Gegensätze nahezu mühelos und verdichtet sie in Werken, die aufgrund ihres stark haptischen, dreidimensional anmutenden Charakters und ihrer changierenden Farbverläufe weniger als Bilder denn als Wandinstallationen fungieren. Das Museum Ulm präsentiert erstmals mit einer musealen Einzelausstellung in Deutschland eine Auswahl an Werken von Zhuang Hong Yi.

Seine Flowerbeds, gleichsam aus der Leinwand sprießend Blütenköpfe, die mal hauchzart, mal betont pastos gehalten sind, zitieren in ihrer Materialsprache aus Reispapier, Tusche und Lack das chinesische Kunsthandwerk, oszillieren stilistisch jedoch zwischen europäischem Neo-Impressionismus und westlicher Abstraktion. Essenziell für Zhuang Hong Yi Werke sind die virtuos eingearbeiteten Farbchangierungen, die beim geringsten Positionswechsel des Betrachters sofort neue Effekte und Wahrnehmungen evozieren. Damit greift Zhuang Hong Yi die Grundidee der kinetischen Kunst auf; wobei die Bewegung hier nicht vom Objekt selbst ausgeht, sondern erst durch die Aktion des Rezipienten entsteht.

In China habe ich gelernt, meine Hände zu benutzen. Und in Europa, dass die Hände dem Kopf, der Idee folgen sollen. Das war rückblickend ein sehr guter Weg. Denn so hatte ich das Privileg, das Beste aus beiden Kulturen mitzunehmen und zu vereinen., sagt der Wahlniederländer Zhuang Hong Yi, der sowohl an der Hochschule der Künste Sichuan als auch an der Academie Minerva in Groningen studierte. In seiner Pekinger Werkstatt fertigt er mit seinem Team per Hand ausgeschnittene und einzeln gefaltete Blumen aus Reispapier, die er dann in seinem Rotterdamer Atelier mit Tusche, Lack und Acryl coloriert und zu großformatigen Arrangements komponiert. So entstehen poetische Bildwelten, die das Ergebnis kultureller und schöpferischer Verdichtung sind.

Die Ausstellung wird von einem Veranstaltungsprogramm begleitet.

Weitere Informationen zur Ausstellung auch unter www.museumulm.de.

 

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