Nicht mein Ding! Gender im Design

Nicht mein Ding: Gender im Design

noch bis 19.05.19, Studio HfG, HfG-Archiv, Am Hochsträß 8

Eine Bank zum Stillen im öffentlichen Raum, ein Hijab für den Leistungssport, ein Fahrradsattel, der die Prostata entlastet, ein rauchender Paffprotz und ein qualmendes Dämchen, Blau bevorzugt der Junge und Rosa liebt das Mädchen? Was hat Gender mit Design zu tun?

Gender Design stellt das sozio-kulturell geprägte Geschlecht „Gender“ ins Zentrum der Diskussion über professionelle Gestaltung – in der Ausbildung und im Beruf, ebenso wie in unserem Alltag. Was bedeutet es, genderspezifisch, -sensibel oder gar -blind zu gestalten? Fest steht: Neutrale Dinge gibt es nicht.

Auf vielfältige und kritische Weise gibt das Nachdenken über Gender im Design Antworten auf die immer noch offene Frage „Wie wollen wir leben?“. Diese Frage war schon am Bauhaus und an der ehemaligen HfG Ulm hochaktuell. Die Gute Form und der Funktionalismus der Nachkriegsgesellschaft waren die Antworten ihrer Zeit. Doch die Zeiten ändern sich und mit ihr Rollen- und Berufsbilder, Zielgruppen, Gestaltungsgrundsätze und -lösungen.

Eine Gestaltung „für alle“: Was bedeutet das heute? Mehr denn je ist es an der Zeit für eine umfassende Ausstellung, die diese Frage mit der alle Menschen persönlich betreffenden Kategorie Gender und den sie umgebenden Dingen verbindet. Anhand von kritischen, spielerischen, innovativen und provokanten Lösungen der angewandten Designforschung sowie von historischen und zeitgenössischen Positionen lädt die Ausstellung „Nicht mein Ding – Gender im Design“ als Ort zur lebendigen Auseinandersetzung damit ein.

Die Ausstellung wird durch ein umfassendes Veranstaltungsprogramm begleitet.

 

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